Auftakt zur Reno-Trophy 2017 – Mein Einstieg ins Reno Racing

Am 20. und 21. Mai fand das erste Rennen zur diesjährigen Reno Trophy in Osnabrück statt. Bei diesem Wettbewerb muss mit vorbildgetreuen Modellen ein Rennkurs um zwei Pylone umrundet werden. Dabei treten immer drei Piloten gleichzeitig gegeneinander an. Gewinner ist, wer nach 10 Runden als erster ins Ziel kommt. Nähere Informationen über das Reno Race, die aktuell geflogenen Klassen und seinen Ursprung findest Du auf unserer Themenseite Reno Racing.

2017-05-20-4374-70d

Das Wetter am Freitagnachmittag machte erstmal nicht viel Hoffnung auf ein schönes Modellflug- und Renn-Wochenende. Der Modellflugplatz in Osnabrück stand nahezu unter Wasser, was allen Teilnehmern einen Strich durch die Rechnung machte, die vor dem Wettkampf noch Trainingsflüge durchführen wollten. Der Wetterbericht versprach aber zumindest Besserung, so dass sich mit Jan, Dietmar und mir eine kleine Gruppe Ronneburger Modellflieger auf den Weg nach Osnabrück machte.

2017-05-21-4417-70d

Der erste EF1 Rennlauf war für 9:30 Uhr angesetzt. Da ich nur wenige Minuten vorher am Austragungsort ankam, war ein Alarmstart gefordert. Also Racer auspacken, zusammenbauen, schnell einen Pre-Flight-Check durchführen und dann auf zur Startlinie. Wow, mein erstes Rennen! Ganz schön aufregend: Das erste mal beim Reno Race dabei und dazu noch der erste Flug auf einem unbekannten Modellflugplatz. Aber mit Dietmars Hilfe war das erste Rennen schnell gemeistert. Wenige Minuten später setzte meine Shoestring wieder sicher auf dem Platz auf. Jetzt war erstmal Zeit zum Ankommen und Verschnaufen, denn nun wurde der Rennkurs von den Verbrenner-Klassen belegt.

Apropos Verbrenner-Klassen: An diesem Rennwochenende wurden in Osnabrück noch Wettbewerbe in weiteren Air-Racing-Klassen F3D, F3T (Q40) und Quickie 500 durchgeführt. Neben dem Reno Race nahm Dietmar für den MBC Hanau-Ronneburg auch am F3T (Q40) Wettbewerb teil. Anders als im Reno Race wird hier mit noch schnelleren Verbrennermodellen ein Dreieckskurs umrundet. Diese Rennklasse sorgte auch für internationales Flair an diesem Wochenende, da hier auch Teilnehmer aus Belgien und den Niederlande angereist waren.

Da aus Lärmschutzgründen die Verbrenner eine lange Mittagspause einlegen mussten, wurden am Anfang und Ende der Mittagspause die weiteren EF1-Läufe durchgeführt. Je später der Nachmittag desto knapper wurden die Rennen. Der zweite und dritte Durchgang verlief für mich ganz gut. Zwar sortierte ich mich eher hinten ein, konnte die Rennen aber bis zum Ende mitfliegen. Leider endeten beide Durchgänge mit einer Außenlandung im Feld, glücklicherweise aber ohne Beschädigungen.

Der EF1-Lauf am Nachmittag war dann nicht mehr von Erfolg gekrönt. Irgendwie hab ich wohl beim Start vergessen, das Höhenruder voll durchzuziehen, was mit einem Nasenstopper endete. Leider löste sich dabei der Motorspannt, so dass an ein Nachstarten nicht mehr zu denken war. Naja, vielleicht sorgte das frühe Aufstehen und der Anreisestress für aufsteigende Müdigkeit und dadurch mangelnde Konzentration. Kann ja mal passieren und lässt sich mit etwas Epoxy ruck-zuck wieder richten.

2017-05-20-4401-70d

Leider konnte an dem Abend kein weiteres EF1-Rennen mehr duchgeführt werden. Dafür verköstigte uns der Modellsportclub DO-X e. V. mit einem leckeren Buffet zum Abendessen. Einige Teilnehmer campten direkt auf dem Platz, so dass bis in die späten Abendstunden noch gefachsimpelt werden konnte.

Am nächsten morgen waren dann um 9:30 Uhr die nächsten Reno-Rennen angesetzt. Gestartet wurde wieder mit der EF1-Klasse. Jan und Dietmar arbeiteten sich dabei immer weiter nach vorn. Für mich war an diesem Morgen der Wettkampf recht schnell vorbei. Nach einem guten Start lag ich bis zur ersten Kurve in Führung. Leider hab ich im Eifer des Gefechts jedoch vergessen, auf die kleinen Ausschläge umzuschalten. Der dadurch hervorgerufene High-Speed-Stall hatte dann einen Absturz und Totalverlust meiner Shoestring zur Folge. Echt blöd gelaufen! Aber was soll man machen. Auch Rückschläge gehören beim Renngeschäft dazu.

Immerhin ging es für Jan und Dietmar dann erfolgreich weiter. In spannenden Rennen erreichten die beiden die Finalläufe und wurden mit Pokalen belohnt. Jan ging als Sieger aus dem Gold-Rennen hervor, während Dietmar das EF1 Silber-Rennen für sich entschied und bei F3T – Q40 einen guten vierten Platz belegte. Ich selbst kam nach meinem Absturz nur noch auf den letzten Platz im EF1. Aber hey, dabei sein ist alles! Ich habe durch Aufbau und Einfliegen der Shoestring viel gelernt und erste Wettbewerbserfahrung gesammelt. Leider fällt mit dem Verlust der Shoestring auch meine Teilnahme beim heimischen Reno Race flach. Aber nächstes Jahr bin ich sicher wieder dabei!

Wir danken dem Osnabrücker Modellsportclubs DO-X e.V. für das gut organisierte Wettkampf-Wochenende und die Gastfreundschaft in Osnabrück. Die Reno Trophy besteht 2017 aus drei Wettkämpfen. Die nächsten Termine sind am 24. und 25. Juni 2017 beim MBC Hanau-Ronneburg und am 16. und 17. September beim FMC Albatros 1979 in Sintfeld. Je nach Interesse kann noch ein vierter Wettkampf durchgeführt werden. Als Austragungsort wird aktuell über Bielefeld nachgedacht.

Weitere Impressionen aus Osnabrück in der Slideshow:

Terminupdate: Speedcup auf unbestimmte Zeit verschoben

Leider muss unser, für den kommenden Samstag geplanter, Speedcup verschoben werden. Der Ideengeber für unseren Speedcup ist erkrankt. Um ihm die Teilnahme an „seinem“ Wettbewerb zu ermöglichen, wurde daher beschlossen den „Speedcup“ auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Das angekündigte offene Training am Donnerstag, den 25. Mai 2017 findet jedoch statt. Schließlich soll es am Vatertag auch spannend sein auf unserem Flugplatz.

 

 

Eierabwurf auf Weltklasse-Niveau

Bei gewohnt mäßigem Osterwetter fand am 15. April 2017 das Ostereierfliegen des MBC Hanau-Ronneburg statt. Trotz des kalten Wetters füllte sich ab 14 Uhr der Parkplatz auf dem Vereinsgelände. Der böige Wind wurde von den unerschrockenen Piloten einfach ignoriert und es wurde direkt mit den Wettkampfvorbereitungen begonnen. Es wurden noch fleißig Eierbecher auf die Modellflugzeuge montiert, Pre-Flight-Checks an den Abwurfvorrichtungen durchgeführt und eierbedingte Schwerpunktverschiebungen kontrolliert, bevor der Wettkampf dann ca. 14:45 Uhr mit dem ersten Durchgang gestartet wurde.

Beim Pilotenbriefing wurden kurz die wichtigsten Regeln in Erinnerung gerufen: Das Flugzeug muss mit Osterei gestartet werden. Anschließend ist eine Platzrunde zu fliegen. Erst dann darf der Abwurf auf die Zielmarkierung erfolgen. Stürzt das Ei während der Startphase ab, darf ein Nachstart erfolgen. Geht auch hier das Ei während dem Start verloren, wird mit 50 Strafpunkten gewertet. Sollte die wertvolle Fracht außerhalb des Fluggeländes verloren gehen, gibt es 100 Strafpunkte. Bei allen erfolgreich abgeworfenen Eiern werden Strafpunkte in Höhe der Entfernung von der Zielmarkierung in Metern notiert.

Insgesamt nahmen dieses Jahr acht Piloten an diesem lustigen Wettkampf teil. Der erste Durchgang startete mit einem in der Startphase verlorenen Osterei und einigen mittelguten Abwürfen. Jan und Ralf legten mit ihren ersten Wertungsflügen dann die Messlatte für den diesjährigen Wettkampf ziemlich hoch: Mit 2,6 und 2,0 Metern wurden aus dem Stand bereits sensationelle Ergebnisse erzielt.

Nach dem ersten Lauf musste zunächst eine kurze Pause wegen einsetzendem Regen eingelegt werden. Zum Glück war der Regen nur von kurzer Dauer, so dass der Wettkampf mit einem spannenden zweiten Lauf weitergehen konnte. Angestachelt von den vorne liegenden Piloten, erreichte diesmal auch Jürgen mit 3,2 Metern ein Top-Ergebnis. Ralf legte mit seinem zweiten Abwurf noch mal mit 2,6 Metern nach, wurde allerdings durch die absolute Rekord-Wertung von 0,3 Metern durch Dietmar in den Schatten gestellt! Und das wohlgemerkt ohne Abwurfvorrichtung!

Zum Abschluss nahmen sich alle Piloten eine Verbesserung der bisherigen Wertungen vor. Leider ging dieser Plan für die meisten Piloten nicht auf, was vermutlich daran lag, dass dieser Wertungslauf komplett im Regen durchgeführt werden musste. Lediglich Benny und Jan hatten hier ihren persönlich besten Abwurf. Benny, nach Modellwechsel, mit 7,3 Metern und Jan mit einem weiteren Top-Ergebnis von nur einem Meter!

Von den acht teilnehmenden Piloten hatten sich übrigens fünf dafür entschieden, den Stratos als Eierflieger zu verwenden. Das zeigt die Vielseitigkeit dieses Modells, das letztes Jahr in einem gemeinsamen Bastelprojekt über 14-mal gebaut wurde. Nach dem Limbo-Wettbewerb letztes Jahr, bewies der Stratos erneut seine Wettkampf-Tauglichkeit.

Da während dem letzten Durchgang bereits Dauerregen eingesetzt hatte, freuten sich alle Piloten und Zuschauer auf die warme Vereinshütte, wo bereits heißer Kaffee und ein reich gedecktes Kuchenbuffet wartete. Zur Ermittlung des Siegers wurde dann der schlechteste Durchgang jedes Piloten gestrichen und die verbleibenden Durchgänge addiert. Das niedrigste Ergebnis bestimmte dann den diesjährigen Ostereierchampion:

  • Platz 3 mit insgesamt 6 Metern belegte Dietmar!
  • Platz 2 mit insgesamt 5,2 Metern ging an Ralf!
  • Der Ostereierchampion mit sensationellen 3 Metern heißt dieses Jahr Jan!

Trotz des einsetzenden Regens hatten die Piloten und Zuschauer wieder viel Spaß bei diesem Wettbewerb. Wir freuen uns auf das nächste Ostereierfliegen 2018 und sind gespannt ob Michael versucht, sich den verlorenen Titel mit seinem Doppeldecker zurückzuerobern!

Viel Betrieb beim Anfliegen 2017

Zum offiziellen Beginn der Flugsaison 2017 hat es gestern viele Modellflieger auf den Flugplatz gezogen. Kein Wunder bei dem Kaiserwetter! So herrschte ab dem Mittag bereits reger Flugbetrieb, so dass man durchaus mal ein paar Minuten warten musste, wollte man den Himmel für sich alleine haben.

Für die Anwesenden gab es einiges zu sehen (Und zu hören, gell Ralf?!): Einige Piloten nutzen den Saisonanfang dazu, ein paar gemütliche Runden mit dem Segler zu drehen. Andere ergriffen die Gelegenheit, um erste Testflüge mit den neuen Reno-Racern zu machen. Wieder Andere führten erste Trainingsflüge mit ihren Speedmodellen durch und stellten dabei die Trommelfelle der Umstehenden auf eine harte Probe.

Bei einem Motor-Testlauf konnten wir auch schon die neue P40 von Markus bewundern. Leider versagte beim Anwerfen bereits das Fahrwerk, weshalb die geplanten Rollübungen nicht durchgeführt werden konnten. Sehr schade, aber dafür haben wir etwas, worauf wir uns demnächst noch freuen können.

Zu guter Letzt haben uns Dietmar und Nicole am Nachmittag noch mit frischem Erdbeerkuchen verwöhnt. Wie hätte der Saisonstart da noch besser werden sollen?

Frühjahrsputz vor dem Saisonbeginn

Bei sehr sonnigem Frühlingswetter, haben heute einige fleißige Helfer unser Fluggelände für die neue Saison in Schuss gebracht. Am Vormittag hat unser Landwirt geholfen, unseren aufgetürmten Grünschnitt mit geeignetem Gerät zur Feuerstelle zu transportieren. Anschließend wurde mit vereinter Kraft gerecht, geharkt, gesammelt und geschaufelt. Wem bei der Aktion noch nicht warm geworden war, der konnte sich schnell an unserem vorgezogenen Osterfeuer aufwärmen.

Die fleißigen Feuerteufel

Nach getaner Arbeit haben uns Siegfried und seine Gattin mit leckeren Grillwürstchen zum Mittagessen versorgt. Dabei haben wir uns schon mal über das aufgeräumte Gelände freuen können. Man kann mal wieder sagen: Es wurde einiges geschafft!

Am Nachmittag war noch Zeit, ein paar Flüge durchzuführen. Ach ja, der neue Windsack wurde auch aufgehängt. Allerdings hat dieser heute nicht viele Blicke auf sich gezogen, da der Wind so kräftig war, dass die Windrichtung problemlos ohne zusätzliche Messgeräte festgestellt werden konnte.

Wir danken allen fleißigen Helfern und freuen uns auf eine schöne Modellflugsaison auf einem Modellflugplatz im Top-Zustand!